Februar 2021

Kommentar zur Öffnungsstrategie

Wir starten in einen „weiteren, fröhlichen Abschnitt“ des Winterlockdowns in Deutschland, bei dem offenbar die Vorherrschaft der Langhaarigen und die derer mit schlechtem Haarschnitt unbedingt verhindert werden soll. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich freue mich sehr für unsere Kollegen aus der Hairstyling Branche, dass diese endlich eine klare und verbindliche Aussicht auf Wiedereröffnung haben. Die ausgearbeiteten Hygieneregeln und Investitionen verhindern sicherlich, dass ein Friseur zum Superspreader wird – wenn alle Regeln eingehalten werden. So muss das auch sein!

Dennoch verstehen wir diese Vorgänge nicht wirklich, weder aus alltagspraktischer Sicht, in der womöglich die eine oder andere ältere Person keinen unmittelbaren Zugang zu Onlinediensten und Flachbildschirmshops hat, um sich ein paar neue Schuhe zu kaufen, noch aus unserer brancheninternen Sicht.

a) Der Gang zum nächstgelegenen Supermarkt mit der Pflicht „nicht desinfizierte“ Einkaufswagen vor sich herzuschieben und sich gleichzeitig zwar auf insgesamt 400 qm Fläche durchschnittlich nur 40 Menschen aufhalten, die allerdings alle tumultartigen die letzten verbliebenen Toilettenpapiervorräte belagern – natürlich aufgrund der Notdurft – nicht auf Hygiene- und Abstandsregeln achten, ist aber offenbar überhaupt kein Problem.

b) Als Dienstleister der Kosmetikindustrie (Sonnenstudios) ist unsere Branche eine der wenigen, die keinen direkten Kundenkontakt bedarf, weil ja wie wir alle aus Erfahrung wissen, jeder einzeln in seiner Kabine ein Solarium nutzt. Weiterhin werden unsere Solarien regelmäßig frisch desinfiziert, es stehen Desinfektionssprays und Hygienepapier zur Verfügung – und das nicht erst seit dem Coronahygienepläne gibt. Auch das Thema mit dem Lüften bzw. der Aerosole ist in einem Sonnenstudio keines. Ein laufendes Solarium hat je nach Typ einen Luftdurchlauf von 2400 m3/h – Dieser Wert ist selbst mit modernen Lüftungsanlagen nicht so einfach zu erreichen.

Naja, aber wir sind halt mal keine Friseure und bleiben daher vorerst einmal zu. Wir bedauern Euch keine besseren Nachrichten geben zu können. Wir freuen uns aber dennoch auf ein keimfreies Zusammentreffen (natürlich mit Abstand) in unseren Sonnenstudios um Eure Vitamin D Reserven aufzubessern.

Ach ja, das hätte ich beinahe vergessen – Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass ein stabil hohes Level an Vitamin D die schwere der Coronaerkrankung positiv beinflusst, d.h. wer ins Solarium oder die Sonne gehen kann und Vitamin D produziert ist weniger anfällig. Sonnenstudios liefern naturgemäß beides – ein zuverlässiges Hygienekonzept und eine gesunde Menge an Vitamin D.

Mit etwas Glück erkennt das in der Zukunft auch noch unsere derzeitige politische Elite, vielleicht jedoch auch erst die kommende Elite der Historiker. Zwischenzeitlich verbleiben wir mit freudiger Erwartung auf eine Öffnung unserer Pforten…

Bis bald mit sonnigen Grüßen

Eurer Alexander Weileder

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